10 empfehlenswerte Babytragehilfen

Tragehilfen für Babys haben eigentlich nur Vorteile. Die Eltern sind flexibler und haben beide Hände frei, das Baby ist genau da, wo es sich wohl fühlt und, wenn man die richtige Trageweise (Anhock-Spreiz-Haltung) beachtet, profitiert sogar noch körperlich davon. Vorurteile wie z.B. die Gefahr von Haltungsschäden oder den möglichen Erstickungstod bei geschlossenem Tragetuch haben Wissenschaftler längst wiederlegt und so spricht rein gar nichts dagegen das Baby durch die Gegen zu tragen. Allein welche Tragehilfe soll es dann sein? Wir stellen zehn Produkte vor.

Angle Pack

Der Angle Pack ist mit Sicherheit nicht der Schönste in der Liste, wer aber das dringende Bedürfnis nach Camouflage hat kann hier getrost zugreifen. Sämtliche Tragegurte sind weich gepolstert und werden mit Klickverschlüssen arretiert. Die Produktpalette ist recht überschaubar, es gibt aber auch ein paar weniger militärische Farbkombinationen. Gefertigt werden die Engelspakete in Handarbeit. Der Preis liegt, je nach Modell, bei ca. 115 €.

Manduca Baby Carrier

Der Manduca wächst mit dem Baby mit. Dank eines einsetzbaren Sitzverkleinerers kann man laut Hersteller bereits Neugeborene ab 3500 g tragen. Es gibt eine Kopfstütze, die man bei Bedarf ausklappen kann und eine mitwachsende Rückenverlängerung. Farblich gibt sich die Tragehilfe eher schlicht. Florale Muster sucht man vergebens. Die Produktpalette beschränkt sich auf vier verschiedene Uni-Farbmodelle. Der EVK liegt bei 99 €.

Beco Baby Carrier

Der Beco wurde laut Firmenlegende von Gabby Caperon erfunden, zu deren Hobbies Klettern und Segeln zählen. Dementsprechend benötigte sie nach der Geburt ihres ersten Kindes ein flexibles Tragesystem, welches sie dann selbst erfand und seitdem gewinnbringend vertreibt. Wir klettern zwar nicht und Segeln zählt auch nicht zu unseren Wochenendbeschäftigungen, aber der Beco war die Trage unserer Wahl nach den ersten drei Monaten und hat sich seither gut bewährt. Die Tragegurte sind ausreichend gepolstert, die Verschlüsse sicher und man kann das Baby sowohl vor dem Umschnallen einsetzen, als auch, wenn die Trage bereits am Körper ist. Die Designs sind schick. Einziger Nachteil bei unserem älteren Modell ist die kaum brauchbare Kopfstütze. Diese wurde im Beco Butterfly II allerdings nachgebessert. Der Verkaufspreis liegt bei ca. 130 €.

Mei Tai

Der Mei Tai ist keine Tragehilfe eines einzelnen Herstellers, sondern eine alte Tragetechnick aus dem asiatischen Raum, die von verschiedenen Produzenten hergestellt wird. Der Mei Tai ist ziemlich flexibel und ermöglicht Bauch, Rücken -und Hüftrageweise. Im Unterschied zu den meisten anderen Tragehilfen gibt es keine Schnappverschlüsse. Es wird stattdessen geknotet. Den Mei Tei gibt es in unzähligen Farbvariationen. Bei einigen Herstellern kann man sich auch seine persönliche Tragehilfe zusammendesignen. Je nach Modell liegen die Preise zwischen 70 und 100 €.

bondolinoBondolino

Der Bondolino wird von der deutschen Firma Hoppediz hergestellt, die auch klassiche Tragetücher produziert und wirkt im Vergleich zu den anderen Tragehilfen recht bieder. Es gibt keine Klickverschlüsse. Der Bauchgurt wird mit Klett versiegelt. Dem verwendeten Baumwollmaterial hat die Stiftung ÖKO-TEST ein sehr-gut verliehen. Den Bondolino gibt es in sieben verschiedenen Farbmodellen zum Preis von 89 €.

ergoErgo Carrier

Der Ergo ist ähnlich aufgebaut wie Beco oder Manduca, verfügt aber zusätzlich noch über eine praktische Ausentasche, in der man z.B. Wickelutensilien verstauen kann. Dank eines Neugeboreneneinsatzes kann man den Ergo theoretisch schon vom ersten Tag an nutzen. Die Designs sind recht nüchtern gehalten. Das Vertriebsnetz des Ergo scheint recht gut zu sein. So bekommt man die Tragehilfe z.B. auch in den Filialen von Baby Walz zum Preis von ca. 100 €.

mypouchmyPouch

Diese Trage ist dem Mei Tai ähnlich, verwendet zum Schließen jedoch keine Knoten, sondern Schlaufen. Die Designs bewegen sich im esoterischen Batikumfeld, was daran liegt, daß das Gerät aus dem esoterischen Batikumfeld kommt. Wer’s mag bekommt den myPouch für ca. 90 € in diversen Online-Shops.

bykayByKay

In den ersten drei Monaten verwendeten wir noch ein elastisches Tragetuch, was den Vorteil hat, daß es sehr flexibel und anpassbar ist. Das unserige war in schlichtem Grün gehalten. Stünde ich heute vor der Entscheidung würde ich mir vielleicht überlegen einen ByKay zu kaufen, die designtechnisch wesentlich weiter vorne liegen. Zum Preis von ca. 60 € durchaus erschwinglich.

mamMAMeco

Das MAMeco behauptet zwar auch von sich “cool” zu sein, kommt aber doch eher ökologisch korrekt rüber. Elastischer Jersey-Stoff ist mit Hanf verarbeitet, so dass sich eine Mischung aus Elasto-Tragetuch und klassichem gewebtem Tragetuch ergibt. Das ganze natürlich voll nach Öko-Standards in schlichten erdenen Farben zum Preis von ca. 75 €.

didymosDidymos

Das Didymos-Tragetuch ist sowas wie die Mutter aller Tragetücher. Seit 1972 produziert die Firma v.a. fest gewebte Tragetücher, die eher für Kinder geeignet sind, die den Kopf schon selbst halten können. Didymos legt selbstverständlich Wert auf Öko-Qualität und faire Produktionsbedingungen und produziert neben Tragetüchern unzähliges anderes Babyzubehör. Das Vertriebsnetz ist gut und man bekommt die Tücher eigentlich in jedem Babyladen für ca. 75 €.

Neben den vorgestellten Tragehilfen gibt es natürlich noch unzählige Andere. Eine sehr gute, große Auswahl  hat z.B. der Online-Shop tragemaus.de.

Alle Fotos sind von den Seiten der Hersteller.


Über Heiko Bielinski

Wohnt gerne in München, weil es da das beste Bier gibt und hat einen sehr lustigen Sohn und eine sehr proppere Tochter.

25. Mai 2010 von Heiko Bielinski
Kategorien: Baby, Featured, Kaufen, Kleinkind | Schlagwörter: , , , , , | 8 Kommentare

Kommentare (8)

  1. Eine sehr gelungene Zusammenstellung!

    Aus der Erfahrung mit meinem eignen Blog weiß ich aber, dass dieses Thema sehr kontrovers diskutiert wird: sobald das erste Forum diesen Beitrag entdeckt hat oder Google diesem Eintrag endlich die gerechtfertigte Aufmerksamkeit zukommen lässt, werden sich hier viele Trageexperten einfinden, die diese Liste entweder gnadenlos auseinandernehmen oder aber (besser!) sinnvoll ergänzen werden.

    Es bleibt also spannend! ;-)

  2. nichts lieber als diskussion. ich harre der dinge und bin gewappnet;-)

  3. Manduka ist bei uns endlich!häufiger im einsatz – Top – vor allem in der überkreuzten Variante und man kann sein baby auf dem Rücken tragen wenn man mag nicht nur am bauch!
    Gibt es auch in Sonder Designs dann auch mal floral ;)
    grüße
    Thomas

  4. Ich habe hier Babyslings gefunden: http://www.bumbaumel.eu.
    Ich habe sie bisher nur in Amerika gesehen. Sieht nicht schlecht aus!

  5. Hi ihr Lieben,
    ich konnte auch schon mehrere Tragehilfen testen und muss an dieser Stelle anmerken, dass ich ein absoluter Ergo- und MeiTai-Fan bin. Der Ergo ist superbequem und der MeiTai ist stylisch.
    Bei dieser Gelegenheit mag ich auch gleich noch die Slings erwähnen… davon habe ich auch 2 in abwechselnder Benutzung… vor allem zu Hause sind die echt praktisch…

    Alles Liebe und danke für den tollen Beitrag,
    Gianna

  6. Wir schwören auf Manduca! Zuerst hatten wir den Babybjörn, aber den fand ich sehr unpraktisch und unbequem. Dann haben wir uns den Manduca angeschaft und gerade die Rückenposition finde ich super. Man hat sein Kind dabei, aber beide Hände frei und man kann ihn sehr lange benutzen, so lange das Kind mitmacht. Ich freu mich auf jeden Fall schon, den manduca bei unserem Zweiten von Anfang an zu benutzen.

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  8. Schade, dass die Auflistung hier nicht aktualisiert wird. Die Beschreibungen stimmen nicht mehr. Auch die Trage(tuch)herstller gehen mit der Mode.

    Eine Tragehilfe fehlt hier vollkommen: der Hop-Tye von Hoppediz (wir tragen darin, daher fiel mir das natürlich gleich ins Auge.

    Manduca hat mein Kind abgelehnt und der Ergo hat meinem Mann nicht gepasst. Der Hop-Tye ist es für uns alle geworden und wir sind total glücklich.

    Ist im Übrigen auch ein Mei Tai, nur etwas ausgetüftelter.

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