Die vielen Studien und Zahlen machen Eltern täglich ein bißchen mehr orientierungslos. Aber bei ein paar Dingen sind wie uns sicher: Zigarettenrauch ist nicht gut für unsere Kinder und zuviel Fernsehen auch nicht. Trotzdem hat mich der Beitrag in Süddeutschen Zeitung von heute überrascht, wo man liest, welche weiteren Auswirkungen das Passivrauchen auf Kinder haben kann: “… Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizite oder Störungen in der Beziehung mit Gleichaltrigen, fanden Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München zusammen mit Kollegen der Ludwig-Maximilians-Universität München heraus.” Einen weiteren Schuldigen für sogenannte “Verhaltensauffälligkeiten” bei Kindern gefunden zu haben, macht die Sache nicht gerade leichter und lenkt ab von anderen Defiziten in der allgemeinen Betreuungssituation. Heise zitierte neulich eine amerikanische Studie mit dem schönen Titel “Daycare may double TV time for young children”. Demnach schauen “Vorschulkinder, die Zuhause betreut werden, durchschnittlich 2,4 Stunden täglich Fernsehen” Demgegenüber stehen 0,4 Stunden bei Kindern, “die in einem Zentrum betreut werden”. Ich halte viel von professioneller Kinderbetreuung und schließe die Mutter dabei nicht aus. Doch im Hort und in der Kita kann sich das Kind sicher sein: Der Fernseher bleibt aus und geraucht wird vor der Türe.







