Husten, wir haben ein Problem
Es ging so beim ersten Tauwetter um Weihnachten los mit dem Gehuste zu Hause. Seitdem haben wir alle Variationen durch: trocken, röchelnd, bellend, mit und ohne Auswurf. Dabei ist erst jetzt das H5N1-Virus in Deutschland richtig am Toben. Die SZ hat heute ein paar wichtige Tipps für berufstätige Eltern veröffentlicht, die ihre Kinder in Ruhe zu Hause gesunden lassen wollen.
Die Regelungen im Arbeitsrecht sind soweit sehr unterstützend. 10 freie Tage pro Jahr und Kind sind vorgesehen, bei Alleinerzeihenden dementsprechend 20 Tage. In München und Hamburg gibt es sogar Betruungsangebote im Krankheitsfall, die auch immer besser angenommen werden.
In der Firma sollte die Fehlzeit eines Angestellten in diesem Fall kein Problem darstellen. Und, man mag es nicht glauben, die meiste Arbeit kann auch der Kollege für ein paar Tage erledigen. Als Führungskraft stößt man bei einer längeren Auszeit allerdings nicht auf viel Verständnis. Bei leitenden Angestellten wird einfach davon ausgegangen, dass der Ehepartner sowieso nicht arbeitet oder man sich das Personal leisten kann, dass beim Kind bleibt.
Kranke Kinder haben meiner Ansicht nach vollen gesetzlichen Anspruch aufs Verwöhntwerden. Bücher, Hörspiele, Lieblingsgetränke, Nutellabrote, vielleicht auch etwas mehr Fernsehen, das alles ist essentiell für den Patienten. Dazu ein bißchen was Vorlesen, bevor der Benjamin-Blümchen-Koller einsetzt. Aber auch das einsame Aussitzen (also -liegen) im Krankenbett gehört zu den wichtigen Lektionen des Lebens. Ein Set Funkgeräte hat sich bei uns zu Hause neulich sehr bewährt. Außer “Papa, kannst du die Kassette umdrehen?” und “Bitte noch eine Schokoreiswaffel!” hab ich kaum was gehört von der Krankenstation. Ich mochte als Kind die Krankheitstage immer gerne, da hatte man echt seine Ruhe. Und so soll es ja auch sein.